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3. Bietigheimer Joe Nimble Fackellauf im Rückblick

Gute Nacht – Wir hatten eine gute Nacht. Der 3. Bietigheimer Joe Nimble Fackellauf ist Geschichte und hat Geschichten geschrieben. Der Juni 2014 war zumindest bis zum 27.06. der trockenste Juni seit 1881. Für Läuferinnen und Läufer natürlich ideal, denn wer rennt schon gerne im Regen. Auch für eine Veranstaltung wie den 3. Bietigheimer Joe Nimble Fackellauf eigentlich eine tolle Sache. Eigentlich weil sich Fackeln und trockene erntereife Felder nicht vertragen. Zumindest nicht nach Ansicht eines ortsansässigen Bauern. Und das obwohl wir als TEAM AR SPORT Asperg alles dafür getan haben, dass es nicht zum Brand kommt. Die Feuerwehr war vor Ort und alle Fackeln wurden von Helfern mit Wassereimern bewacht. Nachdem sich aber der Erste Bürgermeister der Stadt Bietigheim-Bissingen (der dann am Abend auch als Läufer vor Ort war), der Feuerwehrkommandant und die Polizei einschalteten und die Gemüter beruhigten, stand dem Nachtlauf nichts mehr im Wege.

Rund 350 Läufer-innen und Läufer haben sich auf Grund der tollen Wetter-aussichten (trocken und nicht zu heiß) auf den Weg an den den Rand der Felder zwischen Forst und Brandholz gemacht. Logistisch ist der Fackellauf für das TEAM AR SPORT eine Herausforderung. Außer einem Parkplatz bieten die Felder keine Voraussetzungen die unabdingbar für einen tollen Lauf sind. Meldebüro, Essen, Trinken, Umkleiden, Duschen, Zelt,… alles muss organisiert und vor Ort gebracht werden. Und selbst ein Teil der Laufstrecke muss gemäht werden. Aber wer tolle Leute hat schafft das. Und wie! 50 Leute vom TEAM AR SPORT haben sich unermüdlich für DAS Bietigheimer Nachtlaufevent eingesetzt. Alle Läuferinnen erhielten eine Trinkflasche und ein paar Läufersocken als Geschenk. Und als besonderes Schmankerl erhielten die ersten 99 vorangemeldeten Läufer ein schwarzes Fackellauf-Shirt.

Hektisch ging es zu vor dem Start. Würde alles fertig werden? Punkt Acht ging dann von der Orga-Seite der Daumen hoch. Streckenabsperrung steht, der Ofen für die Focaccia glüht, das Meldebüro hat alle Startunterlagen zusammen, das Bier wird kalt, die Zeitmessung steht und Achim Seiter als Streckensprecher macht schon erste Sprechübungen. Die hat er auch dringend nötig, denn er wird an diesem Abend rund zwei Stunden Dauerreden und sich mehrmals darüber beschweren, dass es bei Nacht Nacht ist. Die Schlangen vor der Startunterlagenausgabe machen es deutlich. Der Fackellauf ist in Bietigheim angekommen und hat sich bereits als zweites Bietigheimer Laufevent neben dem Silvesterlauf etabliert. Rund 200 Männer und 100 Frauen laufen die drei 3,3 km Runden zwischen Bietigheim und Ingersheim auf illuminierten Feldwegen. Und eine Premiere in diesem Jahr: 10 Staffeln gehen an den Start, die sich zu dritt die drei Runden teilen. Heiß umkämpft ist der beste Startplatz, denn bereits nach 100 Metern kommt die erste scharfe Kurve, die die Läuferinnen und Läufer dann in die dunkle Nacht entlässt.

Der sportliche Ehrgeiz ist natürlich groß, vor allem bei den Lokalmatadoren, die vor heimischem Publikum glänzen möchten. Ganz speziell neben dem Ehrgeiz ist aber auch die Herausforderung und das Erleben bei Nacht einen Lauf zu ab-solvieren. Läufer sind es ja gewohnt im Winter auch bei Nacht zu laufen, aber ein Wettbewerb mit „Sichtbehinderung“ ist schon etwas ganz besonderes. Und nach dem Lauf war das Event ja nicht zu Ende. Die Band eXperience aus Freiberg lud bei coolen Rhythmen zum Hüftwackeln ein, sofern das nach dem Lauf noch ging. Das Bier floss in Strömen und das Focaccia füllte die leeren Kohlenhydratspeicher der Läuferinnen und Läufer.

Und sportlich?

Bei den Staffeln war eine reine Frauenstaffel, am schnellsten. Die „Jogetten“ siegten in einer Zeit von 45:09 min vor den „Die Hockey Flitzer“ (48:17 min) und dem Team der Feuerwehr Steinheim (53:06 min).Bei den Frauen gewann Nicole Möbus (Stahl Laufladen Stuttgart) in einer Zeit von 36:59 min. vor Tina Noack (Sport Noack Ludwigsburg) 37:50 min und der Lokalmatadorin Yvi Blaschke von der LG Neckar-Enz in 39:29 min. Die Altersklassenwertung ist typisch schwäbisch. Es gibt ganz einfach U 40 und Ü 40. Hier machten die drei Siegerinnen die U 40 Wertung unter sich aus. Erste in der „Schwabenalter-Klasse Ü40“ war die Bietigheimerin Sabine Heubach (LG Neckar-Enz) mit einer Zeit von 43:49 min. Zweite wurde Annette Leiprecht (Kardio am Klinikum) in 43:59 min vor Andrea Brenner in 44:32 min. Bei den Herren war schon vor dem Start klar wer das Zeug hat zu gewinnen. Marco Lack (ATSV Saarbrücken) ließ auch vom Start weg keine Zweifel aufkommen und gewann in Streckenrekordzeit von 31:46 min. Zweiter wurde Tim Sirnsak (LG Weissach im Tal) in 32:57 min und Platz Drei ging an den schnellsten Läufer des Teams AR Sport Asperg, Manuel Hekel in 33:48 min. Die „Schwaben-Wertung“ gewann Fabian Lafrenz von der LG-Neckar-Enz in 35:10 min. 17 Sekunden später kam sein Teamkollege Klaus Kaps als Zweiter der „Ü 40“ ins Ziel bevor dann Uli Lorenzen vom TEAM AR SPORT Dritter in 35:56 min wurde.

Die Siegerehrung übernahm Volker Kugel. Der „Blumenflüsterer“ des Blühenden Barock und engagierte Läufer machte die Siegerehrung zu einem kleinen Event.Sein Dank galt allen Läuferinnen und Läufern , den Organisatoren und natürlich den Sponsoren ohne die solch ein Lauf nicht gestemmt werden könnte. Alle Ergebnisse können hier auf der Seite abgerufen werden.

Gute Nacht heißt es dann auch wieder im Juni 2015, wenn das TEAM AR SPORT erneut zum 4. Bietigheimer Fackellauf einlädt.

Bildergalerie von TEAM AR Sport Asperg:

  • Der Aufbau

Links:

Alle Ergebnisse findet ihr bei MIKA Timing.
Bericht von Laufticker.